DiegoVelazquez wurde 1599 in Sevilla geboren und starb 1660 in Madrid. Er war ein spanischer Maler des Barock, der zu den wichtigsten Porträtmalern seiner Zeit gehörte.

Sevilla war zu Zeiten von DiegoVelazquez die Stadt in Spanien mit den meisten Einwohnern. Sie war außerdem das geistige und kulturelle Zentrun des Landes. DiegoVelazquez Erziehung umfasste zuerst eine Ausbildung in Sprachen und in Philosophie. Durch seine künstlerische Begabung begann er bereits mit zehn Jahren eine Ausbildung bei dem Maler Francisco Herrera. Ab 1610 setzte er seine Lehre in der Werkstatt von Francisco Pacheco fortsetzte.

1618 heiratete DiegoVelazquez die Tochter von Pacheco und begann als eigenständiger Maler zu arbeiten. Ein großes Vorbild war für den jungen Maler die Natur. Er malte nach lebenden Modell und entwickelte sich so zum großen Naturalisten spanischer Schule. Einer der Schwerpunkte seiner Werke wurde die Bildnismalerei. Unter seinen frühen Werken finden sich Porträts von einzelnen Personen und Gruppen aus dem Bürgertum. Zu seinen bekannten Gemälden gehört der Wasserträger von Sevilla, ein Gemälde, welches sich durch unbefangene Natürlichkeit der Auffassung und Freiheit der malerischen Behandlung erkennbar macht.

1627 veranlasste der spanische König einen Malwettbewerb unter seinen vier Hofmalern und gab als Motiv für den Wettbewerb die Vertreibung der Mauren aus Spanien vor. DiegoVelazquez Wettbewerbsbeitrag war ein Gemälde, das Philipp III. zeigte, der mit seinem Marschallstab einer Gruppe von Menschen den Weg aus Spanien zeigt. DiegoVelazquez wurde zum eindeutigen Sieger des Wettbewerbs ernannt. Als Lohn für seinen Sieg wurde DiegoVelazquez zum Kammerherrn ernannt. Für ihn bedeutete dies eine kostenlose Wohnung im Palast und kostenlose ärztliche Betreuung.

1628 war Peter Paul Rubens für neun Monate in Madrid zu Gast und der spanische König beauftragte DiegoVelazquez damit, ihn mit der Malerei Spaniens vertraut zu machen. Rubens war damals auf dem Höhepunkt seines Ruhmes. Die Begegnung mit Rubens hatte auf DiegoVelazquez malerischen Stil keinerlei Einfluss, jedoch wollte DiegoVelazquez nach dem reffen in Italien die großen Werke der italienischen Maler sehen.

1629 wurde DiegoVelazquez bezahlter Urlaub genehmigt und ermöglichte ihm damit, Italien zu besuchen. 1629 segelte er im mit Marqués de Spinola, der in Mailand das Kommando über die dort stehenden spanischen Truppen übernehmen sollte.

In den zwanzig Jahren, die bis zu seiner zweiten Italienreise verstrichen, festigte sich sein Ruf im königlichen Palast. Ihm wurde die künstlerische Betreuung zahlreicher Bauten des spanischen Königs übertragen. 1636 ernannte der König DiegoVelazquez zum ayuda de guardarropa, zum Gehilfen der Garderobe ohne Gehalt.

DiegoVelazquez ist einer der größten Maler aller Zeiten, der neben der seinerzeit vorherrschenden idealistischen Kunstauffassung auch den Naturalismus zu einem gleichberechtigten Stil benutzt hat. Sein Ziel war die streng objektive Nachahmung der Natur bei individueller Auffassung. Daher übte sein Stil auf die Malerei der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen großen Eindruck aus.

Gemälde von Diego Velazquez:

Diego Velazquez Der Wasserverkäufer
Diego Velazquez: Der Wasserverkäufer

Diego Velazquez Prinz Balthasar Carlos zu Pferd
Diego Velazquez: Prinz Balthasar Carlos zu Pferd

Diego Velazquez Nähende Frau
Diego Velazquez: Nähende Frau

Diego Velazquez Die Trinker
Diego Velazquez: Die Trinker

Diego Velazquez Christus am Kreuz
Diego Velazquez: Christus am Kreuz

Diego Velazquez Prinz Baltasar Carlos als Jäger
Diego Velazquez: Prinz Baltasar Carlos als Jäger

Diego Velazquez Im Garten der Villa Medici in Rom
Diego Velazquez: Im Garten der Villa Medici in Rom

Aulistung von Werken von Diego Velazquez:

- Das Frühstück
- Maria Immaculata
- Der Wasserverkäufer von Sevilla
- Prinz Baltasar Carlos und sein Zwerg
- Die Übergabe von Breda
- Der Hofzwerg Don Diego de Acedo "El Primo"
- Der Hofnarr Sebastián de Morra
- Venus vor dem Spiegel
- Die Spinnerinnen
- Juan de Pareja
- Die königliche Familie
- Portrait Papst Innozenz X.
- Die Infantin Margarita in Blau